Harmonisierung: Regeln und Ausnahmen
Weine haben ausgeprägte, individuelle Charaktere und variieren in ihren Geschmacks- und Geruchskomponenten stark voneinander. Eine Wassersorte hat dagegen konstante organoleptische Eigenschaften. Und so können sich Wein und Wasser am Gaumen abwechseln, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen oder zu neutralisieren. Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen. Zum Beispiel harmoniert das weiche, ausgewogene und leichte Acqua Panna nur schlecht mit einem kräftigen, strukturierten, vollmundigen Wein, der den Geschmack des Wassers überwältigt. Das frische, salzhaltige und wohlriechende S.Pellegrino sollte hingegen nicht zu schwach strukturierten, leichten Weinen serviert werden.
Weine, die mit Acqua Panna harmonieren:
- Frische, fruchtige, duftende Weißweine
- Barrique ausgebaute, komplexe Weißweine
- Junge, frische, leichte Roséweine
- Würzige, spritzige, duftende Süßweine
- Jahrgangs-Schaumweise nach Champagnermethode
- Große Rotweine, die allein und nicht zur Mahlzeit getrunken werden
Weine, die mit S.Pellegrino harmonieren:
- Strukturierte Roséweine mit hohem Alkoholgehalt
- Junge, intensiv duftende Rotweine mit ausgeprägter Säure- und Gerbsäurenote
- Rotweine mit mittlerem Körper
- Vollmundige Rotweine mit langem Abgang und reichem Gerbsäuregehalt
- Vollmundige, strukturierte Weißweine langer Alterung
- Weißweine zum Aperitif
Weine, die mit beiden Wassern harmonieren:
- Neue, frische, duftende, leicht adstringierende Rotweine
- Trockene und süße alkoholreiche Likörweine mit guter Säureunterstützung
- Schaumweine ohne Jahrgang nach Champagnermethode
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