Das Naturschutzgebiet von Acqua Panna liegt in der italienischen Region Toskana in den Gemeinden Scarperia und Barberino di Mugello (Florenz). Acqua Panna ist Teil eines Aquifers, das an der Südflanke der Hauptwasserscheide in der nördlich gelegenen Gebirgskette des Apennins zwischen dem Futa-Pass und dem Monte Gazzaro liegt. Die Quellen befinden sich in einer Höhe von ca. 900 m über dem Meeresspiegel.
Das Naturschutzgebiet des Quellwassers erstreckt sich auf ein Gebiet von 720 ha und ist vollständig im Besitz des Unternehmens, was den Erhalt der unberührten Natur dieses Landstriches ermöglicht. Die Umgebung ist eine typische Gebirgsregion mit dichter Bewaldung und zahlreichen Wasserläufen.
Das Abfüllwerk befindet sich in der tiefer liegenden, südlichen Region des Naturschutzgebiets auf einer Höhe von ca. 550 m über dem Meeresspiegel, und die Beförderung des Mineralwassers an die Oberfläche erfolgt über ein System von Rohren aus Edelstahl.
Die Geologie dieses Gebiets lässt sich wie folgt beschreiben:
detritische und verwitterte Erdschichten an der Grundoberfläche (Quartär).
Im Oligozän abgelagerter, grobkörniger Sandstein im toskanischen Gebiet.
Lehm im ligurischen Gebiet, undurchlässige Schichten, die sich unter dem Sandstein sowie in lateralem Kontakt im äußersten Süden des Naturschutzgebiets befinden.
Im Zuge der geologischen Entstehung des Apennins waren diese Formationen (mit Ausnahme der quartärnären Erdschichten) einer Reihe geologischer Ereignisse ausgesetzt, bei denen die Gesteinsschichten umgelagert und neu geformt wurden und bei denen es somit zu Einknickungen, großen Verwerfungen und Bruchlinien kam.
Die quartärnären Ablagerungen setzen sich aus verwitterten, schluffigen und lehmhaltigen Erdschichten zusammen. Die Dicke dieser undurchlässigen Schichten sowie des Grundgesteins oberhalb des Grundwasserleiters liegt bei ca. 100 m oder mehr. Sie schützen die Tiefwasserschichten vor dem Einsickern aus örtlichen Oberflächen.
Acqua Panna zirkuliert innerhalb des gebrochenen Aquifers aus oligozänem Sandstein. Dabei handelt es sich um typischen grobkörnigen, Quartz-Feldspat enthaltenden Sandstein, durchzogen mit Schichten aus Mergel und Lehm. Die Gesamtdicke dieses unterirdischen Aquifers beläuft sich auf mehrere 100 m.
Sämtliche Quellen innerhalb dieses Naturschutzgebiets sind das Ergebnis eines einzigartigen hydrogeologischen Beckens, in dem das Grundwasser ausschließlich innerhalb der Sandsteinformation zirkuliert. Die geologisch bedingte Grenze des Sandsteinaquifers besteht aus wasserundurchlässigen Lehmschichten aus den ligurischen Gebieten. Die Zirkulation des Grundwassers innerhalb der Sandsteinformation erfolgt in nordwestlicher/südöstlicher Richtung, bis es auf die ligurischen Bereiche trifft und somit (durch natürliche Quellen) an die Oberfläche geleitet wird oder in hydrogeologische Sammelbecken fließt, wo es mithilfe von vertikal angelegten Brunnen gewonnen und anschließend an die Oberfläche befördert wird.
Die hydrogeologische Neubildung der Quelle erstreckt sich auf das im Apennin gelegene Gebiet der Hauptwasserscheide vom Monte Garazzo bis weit hinter den Futa-Pass mit einer von Nordwesten bis Südosten reichenden Gesamtlänge von über acht Kilometern.
Die Isotopenforschung hat ergeben, dass Acqua Panna zehn bis 15 Jahre benötigt, um durch das Aquifer zu fließen und bei der Quelle an die Oberfläche zu gelangen.
Die chemische Zusammensetzung beweist die Einzigartigkeit des hydrogeologischen Beckens, aus dem die Quellen zur Abfüllung von Acqua Panna entspringen. Selbst in Zeiten heftiger Regenfälle ist keinerlei Veränderung der chemischen Komponenten des Wassers festzustellen, was bedeutet, dass das Aquifer aufgrund seiner Tiefe vollständig vor dem Eindringen von Oberflächenwasser geschützt ist.
Acqua Panna verfügt über einen leichten gelösten Salzgehalt mit einer hervorragend ausgewogenen chemischen Zusammensetzung, die ihren einzigartigen Charakter den geringen Mengen nahezu sämtlicher chemischer Elemente wie Calcium, Magnesium und Silicium verdankt.