16.11.2009
Der Besuch dieses kleinen Eilands im Tyrrhenischen Meer direkt vor Monte Argentario (sein Name bedeutet "Lilieninsel") lohnt sich aus vielerlei Gründen. Schnorchel- und Tauchfans werden sich in die Unterwasserwelt verlieben, während die Landratten an den Stränden Campese und Arenella sonnenbaden oder nach Punta di Capel Rosso wandern können. Dessen weiche, einladende Granitfelsen scheinen dort aufgestellt worden zu sein, damit die Badegäste schwimmen, Napfschnecken sammeln, Höhlen erkunden oder entspannt ihren Gedanken nachhängen können.
Geschichtsinteressierte können ein Zimmer in dem mehr als 400 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Giglio Castello reservieren, das von mächtigen Mauern mit zehn unterschiedlichen Türmen umgeben ist. Die von den Pisanern im 12. Jahrhundert errichtete und mehrmals von den Großherzögen der Toskana renovierte Stadt mit ihren engen, oft von Torbögen überspannten Gassen und den balzuoli (zu den Obergeschossen der Häuser führende Außentreppen) ist fast völlig intakt. Der Blick von der mächtigen Rocca Aldobrandesca fällt auf das bezaubernde Azurblau des Meeres und die abwechslungsreiche Silhouette der Insel mit Landzungen, kleinen Buchten und malerischen Dörfern.
Nachts ist die Insel so bezaubernd, dass man am liebsten nach dem Mond greifen möchte. Auch für Gourmets hat sie viel zu bieten. Es gibt drei preisgekrönte Restaurants und der Fisch ist stets fangfrisch. Doch die Perle in der Krone der Insel ist der bernsteinfarbene Wein - kräftig und charakterstark -, der seit Jahrhunderten in den kühlen Kellereien aus örtlichen Trauben gekeltert wird. Die Früchte haben auf den zwischen Himmel und Meer gelegenen Weinbergen Sonne und Salzluft getrunken.
Von Santo Stefano aus gelangt man mit der Fähre oder dem Boot nach Giglio Porto. Die Römer errichteten dort den einzigen Hafen der Insel an einem natürlichen Ankerplatz, der trotz der im 18. Jahrhundert durchgeführten Erweiterungen nicht sehr groß ist. Mit seinen bunten Häusern und dem Blick auf das kristallklare Meer ist er sowohl für Handel als auch Tourismus attraktiv. Das Wasserbecken gleicht einem in blau und türkis glitzernden Platz - zu jeder Tageszeit ein lebendiger Ort. Auf der linken Seite erhebt sich der Torre del Saraceno, dessen Errichtung 1596 von Ferdinando I. de' Medici in Auftrag gegeben wurde. Unweit davon befindet sich die Caletta del Saraceno, wo man knapp über der Wasseroberfläche die Mauern der Muränenzuchtbecken ausmachen kann - eine Leidenschaft römischer Gourmets und Teil des Anwesens der Familie Domizi Enobarbi, die im 1. und 2. Jahrhundert nach Christus hier ihre Luxusferien verbrachte.
Viele Besucher versäumen - vielleicht, weil sie von den zahlreichen Entspannungsmöglichkeiten und dem Meerblick abgelenkt sind - die Schönheit des hügeligen, trockenen Inlands mit wenigen, aber verlässlichen Wegen zu entdecken. Ganz in die Natur eintauchen kann man auf Wanderungen durch die wilde Vegetation. Der starke Duft der mediterranen Macchia steigt in die Nase und vielleicht probiert der Wanderer die Brombeeren, die so groß wie Haselnüsse sind - ein unvergessliches Erlebnis. Ebenso beeindruckend ist der Weg zum Leuchtturm, der den südlichsten Zipfel der Insel bewacht. Dort sind in der Stille nur die Rufe der Vögel zu hören, die die wahren Herren dieses bezaubernden Landstrichs sind.
www.giglioinfo.com
von Mariarosa Schiaffino
Bilder (Copyright)
Underwater: a baby Scorpionfish
Underwater: hiding octopus
Giglio Island: the harbour
Underwater: a beautiful sea star
Underwater: red and white
Underwater: white breams
Giglio Island: the coast
Giglio Island: the coast
2 pictures Underwater:
the beauty of Giglio island's sea floors - david_salvatori - Courtesy of David Salvatori - www.flickr.com/photos/9584704@N02/
zurück zur Artikelübersicht Eine süß duftende Lilie im kristallklaren Meer
Die Isola del Giglio ist eine Perle des toskanischen Archipels mit herrlichen Tauchgründen, kristallklarem Wasser und einer wilden LandschaftDer Besuch dieses kleinen Eilands im Tyrrhenischen Meer direkt vor Monte Argentario (sein Name bedeutet "Lilieninsel") lohnt sich aus vielerlei Gründen. Schnorchel- und Tauchfans werden sich in die Unterwasserwelt verlieben, während die Landratten an den Stränden Campese und Arenella sonnenbaden oder nach Punta di Capel Rosso wandern können. Dessen weiche, einladende Granitfelsen scheinen dort aufgestellt worden zu sein, damit die Badegäste schwimmen, Napfschnecken sammeln, Höhlen erkunden oder entspannt ihren Gedanken nachhängen können.
Geschichtsinteressierte können ein Zimmer in dem mehr als 400 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Giglio Castello reservieren, das von mächtigen Mauern mit zehn unterschiedlichen Türmen umgeben ist. Die von den Pisanern im 12. Jahrhundert errichtete und mehrmals von den Großherzögen der Toskana renovierte Stadt mit ihren engen, oft von Torbögen überspannten Gassen und den balzuoli (zu den Obergeschossen der Häuser führende Außentreppen) ist fast völlig intakt. Der Blick von der mächtigen Rocca Aldobrandesca fällt auf das bezaubernde Azurblau des Meeres und die abwechslungsreiche Silhouette der Insel mit Landzungen, kleinen Buchten und malerischen Dörfern.
Nachts ist die Insel so bezaubernd, dass man am liebsten nach dem Mond greifen möchte. Auch für Gourmets hat sie viel zu bieten. Es gibt drei preisgekrönte Restaurants und der Fisch ist stets fangfrisch. Doch die Perle in der Krone der Insel ist der bernsteinfarbene Wein - kräftig und charakterstark -, der seit Jahrhunderten in den kühlen Kellereien aus örtlichen Trauben gekeltert wird. Die Früchte haben auf den zwischen Himmel und Meer gelegenen Weinbergen Sonne und Salzluft getrunken.
Von Santo Stefano aus gelangt man mit der Fähre oder dem Boot nach Giglio Porto. Die Römer errichteten dort den einzigen Hafen der Insel an einem natürlichen Ankerplatz, der trotz der im 18. Jahrhundert durchgeführten Erweiterungen nicht sehr groß ist. Mit seinen bunten Häusern und dem Blick auf das kristallklare Meer ist er sowohl für Handel als auch Tourismus attraktiv. Das Wasserbecken gleicht einem in blau und türkis glitzernden Platz - zu jeder Tageszeit ein lebendiger Ort. Auf der linken Seite erhebt sich der Torre del Saraceno, dessen Errichtung 1596 von Ferdinando I. de' Medici in Auftrag gegeben wurde. Unweit davon befindet sich die Caletta del Saraceno, wo man knapp über der Wasseroberfläche die Mauern der Muränenzuchtbecken ausmachen kann - eine Leidenschaft römischer Gourmets und Teil des Anwesens der Familie Domizi Enobarbi, die im 1. und 2. Jahrhundert nach Christus hier ihre Luxusferien verbrachte.
Viele Besucher versäumen - vielleicht, weil sie von den zahlreichen Entspannungsmöglichkeiten und dem Meerblick abgelenkt sind - die Schönheit des hügeligen, trockenen Inlands mit wenigen, aber verlässlichen Wegen zu entdecken. Ganz in die Natur eintauchen kann man auf Wanderungen durch die wilde Vegetation. Der starke Duft der mediterranen Macchia steigt in die Nase und vielleicht probiert der Wanderer die Brombeeren, die so groß wie Haselnüsse sind - ein unvergessliches Erlebnis. Ebenso beeindruckend ist der Weg zum Leuchtturm, der den südlichsten Zipfel der Insel bewacht. Dort sind in der Stille nur die Rufe der Vögel zu hören, die die wahren Herren dieses bezaubernden Landstrichs sind.
www.giglioinfo.com
von Mariarosa Schiaffino
Bilder (Copyright)
Underwater: a baby Scorpionfish
Underwater: hiding octopus
Giglio Island: the harbour
Underwater: a beautiful sea star
Underwater: red and white
Underwater: white breams
Giglio Island: the coast
Giglio Island: the coast
2 pictures Underwater:
the beauty of Giglio island's sea floors - david_salvatori - Courtesy of David Salvatori - www.flickr.com/photos/9584704@N02/




